April 2013


|Sammle Momente, keine Dinge.

Ein interessanter Satz, der den Abschluss meines ersten Interviews bildet. Wie schon angekündigt, beginne ich damit, einige Menschen vorzustellen, die für mich einige Fragen in einem Interview beantwortet haben. Die Fragen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen. Ich hoffe, dass einige ihrer Antworten vielleicht die Leser anregen oder der ein oder andere schöne Gedanke für euch dabei ist.

|Das erste Interview stammt von A.*. Sie hat vergangenes Jahr ihr BWL-Studium abgeschlossen und arbeitet jetzt als Vertriebsmitarbeiterin bei einem Automobilzulieferer.

|Was magst du an deinem Job? Was gefällt dir weniger?

Ich mag den Kontakt mit den Kunden. Das viele Sitzen und die vielen Überstunden gefallen mir aber weniger.

|Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

Ich bin gerne in der Natur und mache Sport.

|Was wünschst du dir für dein Leben?

Dazu zitiere ich Reinhold Niebuhr:

„Ich wünsche mir die Gelassenheit, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Sachen anzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.“

|Wo/wann kannst du am besten entspannen?

Bei einem Spaziergang im Wald.

|Was wünschst du dir für die Welt?

Ich wünsche mir ein besseres Miteinander – obwohl schon das „normale Miteinander“ immer schwieriger und problematiscer zu werden scheint. Ich denke dabei nur an den Korea-Konflikt.

|Was machst du, um dabei zu helfen oder das zu erreichen, was du dir für die Welt wünschst?

Ich habe seit 4 Jahren keinen Fernseher mehr. Seitdem habe ich viel mehr Zeit, mich mit sinnvollen Dingen zu beschäftigen – lesen, mich an Demos zu beteiligen und interessante Menschen zu treffen. Ich glaube, dadurch ist es mir gelungen, viele Menschen und ihre Ansichten besser zu verstehen.

|Hattest du einen Moment im Leben, der alles geändert hat für dich? Was hat sich geändert?

Einen Moment…hmmm. Eigentlich ein ganzes Jahr. Nach dem Abi habe ich mir ein „Off-Jahr“ in Neuseeland gegönnt – das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Seitdem sehe ich gewisse Dinge anders. Ich denke, seitdem kann ich mich schon irgendwie als „open-minded person“ bezeichnen.

|Was glaubst du, geschieht nach dem Sterben mit dir?

Ich glaube, wenn ich tot bin, wird mir mein ganzes Leben noch einmal als Film vorgespielt. Ich sehe alle Dinge, die ich gut gemacht habe bzw. die gut gelaufen sind und ich sehe alle Dinge, die ich falsch gemacht habe bzw. die nicht so gut gelaufen sind. Was danach passiert…weiß nur das Schicksal.

|Was ist dir im Leben besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir, immer zu versuchen, im JETZT zu leben und glücklich zu sein – da man sowieso nie weiß, ob es das Nachher, das Morgen oder die nächsten Monate für einen überhaupt noch gibt. Alles, was wirklich und real ist, ist der Augenblick, den man gerade lebt.

|Möchtest du noch was mitteilen?

Collect moments – not things!

|Danke dir für das Gespräch und deine Offenheit!

 

*Sie möchte gerne anonym bleiben.

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|Ein seltsamer Titel für einen Weblogartikel. Aber ich denke, gegen Endes Artikels werdet ihr wissen, wieso ich ihn gewählt habe.

Vor einiger Zeit habe ich mich etwas mit Plastikflaschen beschäftigt. Ausschlaggebend war ein Beitrag in den Nachrichten auf n24. Darin wurde kurz erklärt, dass ein Großteil der PET-Flaschen, für die man je Flasche 25 Cent Pfand zahlt, am Ende nicht recycled wird, sondern meist nur geschreddert und vernichtet wird. Das hat mich etwas nachdenklich gemacht, da ich dachte, dass Plastik schon ein ziemlich schwieriger Stoff angeht, wenn es um die Verrottbarkeit und dergleichen geht.

|Dabei stieß ich auf die sogenannten „Müllinseln„, die angeblich irgendwo in den Ozeanen der Welt umher schwammen. Es erschien mir etwas seltsam, da ich es für ein Gerücht hielt, ähnlich dem der Katze, die in einer Mikrowelle explodierte anstatt zu trocknen. Glücklicherweise stieß ich auf einen Beitrag der arte-Sendung „Mit offenen Karten“, in der es sich um dieses Thema handelte. Dabei stellte sich heraus, dass der US-Amerikanische Skipper Charles Moore 1997 von einer Müllinsel im Pazifik berichtete, deren Größe mit ca. 1,5 bis 3,o Millionen km² Fläche doppelt so groß war wie die Fläche des US-Staates Texas. Er selbst sagte darüber:

Jedes mal, wenn ich an Deck kam, um den Horizont zu begutachten, sah ich eine Seifenflasche, einen Flaschenverschluss oder eine scherbe Plastikmüll vorbei treiben.  Ich war hier in der Mitte des Ozeans and nirgends war es möglich, dem Plastik zu entkommen.||Charles Moore

Schon bald wurde bekannt, dass es sich nicht nur um eine, sondern um zwei Flaschen handelt. Jährlich kommen etwa 26 Mio. Tonnen Müll ins Meer. Dieser stammt von Stränden, Flüssen und anderen Gewässern und wird durch Meeresströmungen, Schiffbewegungen und Wetter in die Ozeane gezogen. Ebenso im Indik als auch im Atlantik sollen sich laut Experten solche Müllinseln befinden. Der Plastikmüll wird jedoch im Meer nicht schneller zersetzt. Eine einfache Plastiktüte, die man bei Lidl oder Netto zum Einkauf dazu bekommt, wird etwa erst nach 20 Jahren zersetzt, eine Plastikflasche benötigt etwa 450 Jahre.

|Diese Ansammlung von Müll wirkt sich auch stark auf das Tierleben aus. In einem Trailer für einen Dokumentarfilm namens Midway wird von einer (natürlichen) Insel voller Vögel berichtet, die mehrere Tausende Kilometer entfernt liegt von jeglicher Zivilisation. Auf dieser sterben trotzallem Vogelküken an Müllvergiftungen, da sie durch ihre Eltern mit Feuerzeugen, Verschlusskappen oder Ähnlichem gefüttert werden.

|Ebenso stieß ich bei meinen „Recherchen“ auf Berichte über Stoffe in Plastik, die sich auf unsere Entwicklung und unsere Gesundheit auswirken. So wurde in einigen Studien herausgefunden, dass es Stoffe im Plastik gibt, die sich auf unseren Hormonhaushalt auswirken. Die Universität Frankfut als auch die Uni Würzburg haben festgestellt, dass Plastikflaschen bspw. zu Impotenz bei Männern führen können. Aber ebenso können, unabhängig vom Geschlecht, erhöhte Krankheitsrisiken wie eine erhöhte Anfälligkeit für Diabetes durch Plastik ausgelöst werden. Die Stoffe in der Plastikflasche werden durch das in ihr gelagerte Wasser ausgespült und gelangen über das Wasser in den menschlichen Körper. Je mehr eine Plastikflasche gewaschen wird, desto stärker tritt dieser Effekt auf.

|Wie kann ich aber daran etwas ändern? Ich habe schon gemerkt, dass ich es nicht mit tragen kann, dass Tiere leiden, weil ich bei dm, Aldi oder REWE eine Plastiktüte für einen Trageweg von vielleicht 10min bekomme. Zum Glück nutzen wir in unserer WG schon sämtliche Plastiktüten als Müllbeutel, um hier die Mülltüten zu sparen. Aber ich dachte mir, dass ich da noch etwas mehr tun könnte. Ein Glück habe ich von zwei guten Freunden Stoffbeutel bekommen, die nicht nur gut aussehen und praktisch sind, sondern nebenbei auch immer wieder benutzt werden können. Wenn sie mir nicht mehr gefallen, dann schmeiße ich sie weg und sie verrotten einfach.

Aber wie komme ich von diesen Plastikfalschen los? Die verrotten ja erst nach über 400 Jahren und sind nicht gerade sehr gesund für meinen Hormonhaushalt. OK, ein kurzer Gang zum nächsten Getränkemarkt (in meinem Falle die Getränkeabteilung von REWE :D ) und gekauft war die Brauseflasche aus Glas mit Schnappverschluss. Jetzt wird umgestiegen auf Tee (gesünder als Limonade), Leitungswasser (sowieso viel günstiger als Mineralwasser in Plastikflaschen) und vielleicht ein paar Säfte.

Das ist zwar nur eine kleine Veränderung, aber ich bin ja erst am Anfang des Themas angekommen. Vielleicht kommen mir noch ein paar neue Ideen, der Umwelt, der Tierwelt und meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Denn diese drei Dinge hängen unmittelbar oder mittelbar miteinander zusammen. Es gibt nur diese eine Welt und wenn ewas einem Teil geschieht, wirkt es sich auf alle aus – egal über wie viele Umwege. Und das war die Story. So wurde ich zum Flaschenkind und Beuteltier ;)

Haben wir den Mut, der Realität unserer Zeit in die Augen zu blicken? Erlauben wir es uns selbst, zu füllen, dass sie uns und unsere Zukunft tief verändert?||Chris Jordan

|Viel liebe Grüße an alle Blogleser (, deren Zahl ziemlich gering sein sollte, da ich in den letzten Monaten ein echt schlechter Blogger war)!

Ich bin wieder da mit einer neuen Idee für meinen Blog. Ich habe in meinen wenigen Artikeln viel über Dinge geschrieben, die für mich eine Art Bezugspunkte darstellen.

Doch die Welt ist bunt und vielfältig. Darum werde ich in der nächsten Zeit immer wieder Blogs online stellen, in denen ich Menschen ganz verschiedene Fragen gestellt habe und ihre Antworten dazu notiert habe. Damit möchte ich verschiedene „Bezugspunkte“ anderer Menschen vorstellen.

Wer also Interesse hat, der sollte sich einfach meinen Blog in den nächsten Tagen ab und an durchlesen.