|Sammle Momente, keine Dinge.

Ein interessanter Satz, der den Abschluss meines ersten Interviews bildet. Wie schon angekündigt, beginne ich damit, einige Menschen vorzustellen, die für mich einige Fragen in einem Interview beantwortet haben. Die Fragen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen. Ich hoffe, dass einige ihrer Antworten vielleicht die Leser anregen oder der ein oder andere schöne Gedanke für euch dabei ist.

|Das erste Interview stammt von A.*. Sie hat vergangenes Jahr ihr BWL-Studium abgeschlossen und arbeitet jetzt als Vertriebsmitarbeiterin bei einem Automobilzulieferer.

|Was magst du an deinem Job? Was gefällt dir weniger?

Ich mag den Kontakt mit den Kunden. Das viele Sitzen und die vielen Überstunden gefallen mir aber weniger.

|Was machst du am liebsten in deiner Freizeit?

Ich bin gerne in der Natur und mache Sport.

|Was wünschst du dir für dein Leben?

Dazu zitiere ich Reinhold Niebuhr:

„Ich wünsche mir die Gelassenheit, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Sachen anzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.“

|Wo/wann kannst du am besten entspannen?

Bei einem Spaziergang im Wald.

|Was wünschst du dir für die Welt?

Ich wünsche mir ein besseres Miteinander – obwohl schon das „normale Miteinander“ immer schwieriger und problematiscer zu werden scheint. Ich denke dabei nur an den Korea-Konflikt.

|Was machst du, um dabei zu helfen oder das zu erreichen, was du dir für die Welt wünschst?

Ich habe seit 4 Jahren keinen Fernseher mehr. Seitdem habe ich viel mehr Zeit, mich mit sinnvollen Dingen zu beschäftigen – lesen, mich an Demos zu beteiligen und interessante Menschen zu treffen. Ich glaube, dadurch ist es mir gelungen, viele Menschen und ihre Ansichten besser zu verstehen.

|Hattest du einen Moment im Leben, der alles geändert hat für dich? Was hat sich geändert?

Einen Moment…hmmm. Eigentlich ein ganzes Jahr. Nach dem Abi habe ich mir ein „Off-Jahr“ in Neuseeland gegönnt – das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Seitdem sehe ich gewisse Dinge anders. Ich denke, seitdem kann ich mich schon irgendwie als „open-minded person“ bezeichnen.

|Was glaubst du, geschieht nach dem Sterben mit dir?

Ich glaube, wenn ich tot bin, wird mir mein ganzes Leben noch einmal als Film vorgespielt. Ich sehe alle Dinge, die ich gut gemacht habe bzw. die gut gelaufen sind und ich sehe alle Dinge, die ich falsch gemacht habe bzw. die nicht so gut gelaufen sind. Was danach passiert…weiß nur das Schicksal.

|Was ist dir im Leben besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir, immer zu versuchen, im JETZT zu leben und glücklich zu sein – da man sowieso nie weiß, ob es das Nachher, das Morgen oder die nächsten Monate für einen überhaupt noch gibt. Alles, was wirklich und real ist, ist der Augenblick, den man gerade lebt.

|Möchtest du noch was mitteilen?

Collect moments – not things!

|Danke dir für das Gespräch und deine Offenheit!

 

*Sie möchte gerne anonym bleiben.